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Sehr geehrter Herr Premierminister Donald Tusk Krakow, 19.10.2011
Offener Brief Bezüglich der Amtsenthebung des Obersten Amtsveterinärs sowie der Einstellung der unkontrollierten Ausfuhr von Hunden nach Deutschland
Sehr geehrter Herr Premierminister ! Ich wende mich an Sie mit dem Appell den obersten Amtsveterinär, Janusz Związek, unverzüglich seines Amtes zu entheben, sowie dringende Massnahmen zu ergreifen um die unkontrollierte Massenausfuhr von Hunden aus polnischen Tierheimen nach Deutschland zu unterbinden.
Ich teile Ihnen mit, dass am 20.September dieses Jahres 243 Signatare sich dafür aussprachen einen weiteren Massentransport von Hunden aus dem Tierheim Mielec zu verhindern. Wir brachten unsere Besorgnis um das Los dieser Tiere zum Ausdruck indem wir die Beseitigung aller mit der Ausfuhr verbundenen Unklarheiten forderten, insbesondere, da laut unserem Wissen das Schicksal der aus polnischen Tierheimen nach Deutschland gebrachten Hunde grösstenteils unbekannt bleibt. Wir hegen auch Befürchtungen, dass zumindest ein Teil der Tiere nicht an Endstellen vermittelt wird sondern für Laborversuche oder als Testobjekte an Veterinärkliniken Verwendung findet. Unter dem Deckmantel einer tierschützerischen Tätigkeit kann sich sehr wohl ein einträgliches Massengeschäft verbergen. Leider wurde diese Angelegenheit nicht einmal ansatzweise geklärt, und die offizielle Antwort, die wir vom Büro des Obersten Amtsveterinär erhielten, bestärkt uns sogar in unseren Befürchtungen hinsichtlich des weiteren Loses der nach Deutschland ausgeführten Hunde . Diese Antwort ist eine einzige Blamage der Veterinärbehörde, die von Amts wegen eine Kontrollfunktion über die Einhaltung der Vorgaben des Tierschutzgesetzes auszuüben hat indem sie sich an der übergeordneten Vorgabe orientiert, dass jedem Tier das Recht auf humane Behandlung zusteht.
Aus dem uns vom Büro des Obersten Amtsveterinärs übersandten Schreiben geht eindeutig hervor, dass dieser die Massenausfuhr von Hunden nach Deutschland genehmigt obwohl er weder im Besitz der betreffenden Übergabeverträge ist noch eine Ahnung hat wohin die Tiere gebracht werden , und er auch keinerlei Wissen über ihr weiteres Schicksal besitzt. Dieses Schreiben ist de facto ein Eingeständnis der Tatsache, dass die Hunde an x-beliebige Personen an x-beliebigen Orten übergeben werden, und dass die einzige Amtshandlung der Amtsveterinäre darin besteht, Dokumente abzustempeln. Hinzu kommt, dass die Beamten des Obersten Amtsveterinärs darin nichts verwerfliches sehen. Ihre Untätigkeit und ihre Ignoranz versuchen sie mit einer eigenartigen Interpretation der polnischen Vorschriften zu begründen, welche , nach ihrer Auslegung , sie von jeglicher Verantwortung für das Schicksal der ausgeführten Tiere befreit.
Noch merkwürdiger sind die Versuche die eigene Verantwortung für die Einhaltung des Tierschutzgesetzes an das deutsche Gesetz und an die deutschen Beamten zu zedieren. Indem sie Lobeshymnen auf das deutsche Gesetz singen versteigern sich die Beamten des Obersten Amtsveterinärs sogar zu der eigentümlichen Schlussfolgerung, „dass aufgrund diesbezüglich fehlender rechtlicher Vorschriften ausschliesslich deutsche Amtsorgane dazu berufen seien Nachkontrollen auf deutschem Gebiet durchzuführen“, was für jeden Tierheimhelfer klarerweise rechtlich völlig absurd ist. Gute Nachbarschaftsbeziehungen zu Deutschland sind selbstverständlich überaus wertvoll, so wie auch gute Beziehungen zu allen unseren Nachbarn. Nichtsdestotrotz lässt sich der Eindruck nicht vermeiden, dass die Beamten des Obersten Amtsveterinärs in dieser Hinsicht eine etwas übersteigerte Dienstbeflissenheit an den Tag legen und offenbar der Meinung sind deutschem Recht und Gesetz verpflichtet zu sein. Diese Einstellung erscheint umso kurioser, als Massentransporte polnischer Hunde auch von deutschen Tierschützern immer häufiger auf Kritik stossen. Immer häufiger wird auch auf deutscher Seite die Notwendigkeit hervorgehoben diese Vorgänge einzustellen.
Unserer Meinung nach setzt die Vorgehensweise des Obersten Amtsveterinärs die Tiere nicht nur Gefahren aus, sie ist gleichzeitig auch ein Beweis für die weit fortgeschrittene Erosion staatlicher Institutionen , welche in ihrer Handlungsweise Maßstäbe typisch für die sog. Dritte Welt anwenden.
Die Angelegenheit ist umso dringender, als das Problem der Massenausfuhr von Hunden nach Deutschland immer grössere Dimensionen annimmt, und viele überfüllte Tierheime sich ihrer Tiere auf diese Art entledigen wollen anstatt sie zu retten. Alarmierenden Informationen aus verschiedenen Teilen Polens zufolge werden Hunde nicht nur aus dem Tierheim Mielec massenhaft ausgeführt sondern auch aus anderen derartigen Einrichtungen , u.a. aus Celestynow, Legnica , Uciechow, Dzierzoniow, Wroclaw, Jelenia Gora, Belchatow, Pabianice, Piotrkow Ttrybunalski, Myszkow, Lodz, Gorzow Wlkp., Orzechowce, Ostroda, Stargard Gdanski, Lebork, Dabrowka, Golczewo , Swinoujscie, Ruda Slaska, Dluzyna Gorna, Przyborowek, Szczecin, Zelgoszcz, Swarzedz od. Radomsko.
Aus den o.a. Gründen fordern wir die sofortige Amtsenthebung des Obersten Amtsveterinärs sowie die dringende Ergreifung von Massnahmen um die unkontrollierte Massenausfuhr von Hunden aus polnischen Tierheimen nach Deutschland zu unterbinden, zumindest bis zu einem Zeitpunkt, da klare und effektive Kontrollmechanismen eingeführt sowie sämtliche Zweifel bezüglich der bereits nach Deutschland ausgeführten Hunde ausgeräumt sind.
Hochachtungsvoll
Agnieszka Wypych Vorsitzende des Gründungskomitees des Vereines „Interwencja dla zwierząt” (Intervention für Tiere)
Verteiler: Abgesandte und Senatoren der Republik Polen Minister für Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums, Marek Sawicki Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Polnische und deutsche Medien
Alle, die unterschreiben möchten, bitte ich per pm um Angabe von Vor-und Nachname , ihres Wohnortes sowie ihres Berufes, wenn möglich (wird bei vielen Petitionen angegeben).
Unterschriften :
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So können Sie unterschreiben |
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Für Alle, die auf facebook sind: https://www.facebook.com/event.php?eid=264382356940337 für Menschen ohne facebook Namen und Wohnort mit PLZ (Wie bei Petitionen üblich) mailen an: http://agnieszka.maria.wypych@gmail.com
Die polnischen Tierschützer freuen sich über deutsche Unterstützung
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